Wie wird die Arbeitswelt der Zukunft aussehen? Expertengespräche mit Managern geben Auskunft über die aktuellen Veränderungen in der Privatwirtschaft. Gänzlich neue Formen der Arbeitsoptimierung bewirken einen gravierenden Strukturwandel der Arbeit, der für Arbeitnehmende und Arbeitgeber relevant ist. Die Unternehmensstrategien der letzten Jahre haben eine Neoorganisation von Arbeitsprozessen und Kooperationsformen bewirkt und damit auch zu einer völligen Redimensionierung von Berufsrollen geführt. Das traditionelle Management wird um postmoderne Variationen ergänzt und teilweise sogar abgelöst. Als entscheidend erweist sich dabei die dichte Verschränkung von organisationellem Wandel und Personalbedarf, in der ein bislang kaum genutztes strategisches Potenzial liegt.
Qualifikationsanforderungen passen oftmals nicht auf die reale Situation im Betrieb. Von den Arbeitnehmenden wird umfassende Fachkompetenz gepaart mit Teamfähigkeit und Innovativität und Flexibilität gefordert, selbst wenn der Arbeitsplatz keine Gelegenheit bietet, all diese Fähigkeiten einzusetzen, oder dies gar sanktioniert wird. Würden sich Qualifikationsanforderungen nicht an modischen Kompetenzprofilen, sondern an den realen Anforderungen des Betriebs orientieren, könnten sich die Beteiligten Kosten und Enttäuschungen ersparen.
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